Heizungstausch: so läuft er ab
Von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Inbetriebnahme: Dieser Ablauf hilft Ihnen, die Reihenfolge einzuhalten und Angebote sauber zu vergleichen.
Die Schritte im Überblick
- Bestand prüfen: Alter und Zustand der Anlage, Verbrauch, Heizflächen, Warmwasserbedarf.
- Rechtslage und Technik wählen: Welche Optionen kommen infrage (Gas, Öl-Ersatz, Pellets, Hybrid, Fernwärme, Wärmepumpe)?
- Angebote vergleichen: mehrere Fachbetriebe mit gleichem Leistungsumfang anfragen.
- Förderung klären: Voraussetzungen und Reihenfolge von Antrag und Beauftragung sind programmabhängig.
- Einbau: Demontage, Montage, Anschluss; Dauer je nach System und Gebäude.
- Einregulierung: hydraulischer Abgleich, Einweisung, Dokumentation.
Aktuelle Rechtslage (seit 29.07.2026)
Seit Ende Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Eine pauschale Pflicht, eine neue Heizung mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien zu betreiben, besteht nicht mehr – Eigentümer haben grundsätzlich wieder mehr Wahlfreiheit bei der Heiztechnik. Für bestimmte, nach dem 29. Juli 2026 neu eingebaute Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen im Bestand muss grundsätzlich ab 2029 ein steigender Anteil der bereitgestellten Wärme aus gesetzlich zugelassenen klimafreundlicheren Energieträgern stammen. Das Gesetz sieht auch alternative Erfüllungswege und Sonderregelungen vor:
| ab Jahr | Mindestanteil klimafreundlicher Energieträger an der bereitgestellten Wärme |
|---|---|
| 2029 | 10 % |
| 2030 | 15 % |
| 2035 | 30 % |
| 2040 | 60 % |
Welche Lösung im Einzelfall wirtschaftlich und förderfähig ist, sollte vor dem Kauf geprüft werden.
Angebote vergleichbar machen
- Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich enthalten?
- Speicher, Warmwasser, Schornstein/Abgas, Elektro- und Hydraulikarbeiten beschrieben?
- Demontage und Entsorgung der Altanlage geregelt?
- Gewährleistung, Wartung und Inbetriebnahme klar benannt?
- Förderbezogene Nachweise (z. B. Bestätigungen des Fachunternehmens), soweit erforderlich?
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